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Erosionsschutz für Donaudelta in Rumänien

03.12.2012 | Seit Juli ist das auf Wasserbau spezialisierte Felbermayr-Tochterunternehmen Reinhold Meister Wasserbau für Maßnahmen zur Ufersicherung entlang des Sulinakanals in Rumänien im Einsatz. Die Baustelle befindet sich in mitten des Donaudeltas und liegt etwa 25 Kilometer vor der Donaumündung ins Schwarze Meer.
Die Logistik von Gerät und Material gehörte zu den größten Herausforderungen für die Mitarbeiter des Reinhold Meister Wasserbaus.

Primär gehe es bei dem »Bank protectionon Sulina Channel – ContractC1« genannten Projekt um Ufer und Böschungsschutz. »Unser Gewerk betrifft vorwiegend die Profilierung und Festigung der Ufer auf einem etwa 15 Kilometer langen Teilstück des Sulinakanals zum Schutz vor Erosion«, erklärt Projektleiter Thomas Meister. Aber auch die Errichtung eines etwa neun Kilometer langen Uferbegleitwegs steht im Auftragsverzeichnis der Reinhold Meister Wasserbau GmbH.

 

Materialtransport per Schiff

 

»Bis zur Fertigstellung im Dezember werden wir ungefähr 130.000 Tonnen Wasserbausteine und 55.000 Quadratmeter Sandmatten verbaut haben«, nennt Meister einige Eckdaten zum Projekt. »Aufgrund des unwegsamen Geländes im Donaudelta müssen alle Geräte und Baumaterialien per Schiff angeliefert werden«, berichtet er über eine Besonderheit der Baustelle. Im Falle der Wasserbausteine sind somit bis zu acht Schuten gleichzeitig für den Materialtransport unterwegs. Die beiden Steinbrüche liegen in dreißig und 150 Kilometer Entfernung. Dadurch sind auch Fahrzeiten von insgesamt vier Tagen keine Seltenheit. Da das Material aber auch vorgegebene Spezifikationen erfüllen muss, sei das laut Meister in Kauf zu nehmen.

 

»Sandmatten« erstmals im Einsatz

 

Zum Einsatz kommen weiters drei Baggerpontons mit siebzig bis achtzig Tonnenschweren Geräten aber auch Langstielbagger sind vor Ort. Darüber hinaus ist auch ein Mattenverleger für das Verlegen von Sandmatten im Einsatz. Dazu Meister: »Üblicherweise werden für den Bau solcher Dämme sogenannte Faschinen, also Reisigbündel aus Holz, verwendet. Da aber die Menge der Faschinen so enorm gewesen wäre, haben wir aus ökologischen Gründen im Zuge des »ValueEngineering« den Einsatz von Sandmatten vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um zweischichtiges, mit Granulat gefülltes Bauvlies.« Dadurch kam dieses System erstmalig in Rumänien zum Einsatz.

 

Umweltschutz

 

Notwendig wurde das Projekt aufgrund der zunehmenden Verlandung des Deltas durch Sedimente – es ist der erste von zwei Bauabschnitten ähnlicher Größe. Da das Donaudelta auch ausgewiesenes Naturschutzgebiet ist, wird in Ergänzung auf die Anforderungen der Schifffahrt auch auf den Erhalt der Flora und Fauna großen Wert gelegt. Eine enge Zusammenarbeit mit den Umweltschutzbeauftragten des Landes Rumänien steht deshalb auch beider praktischen Umsetzung des Auftragsimmer im Vordergrund.

 

 

 

 

 

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© Reinhold Meister Wasserbau GmbH 2016
24.04.2019